Joachim Schwietzke ist Senior Research Affiliate und Library Counsel am MPIL. Zuvor war er von 1975-1980 Bibliothekar am Institut und von 1980 bis 2003 Bibliotheksdirektor.

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Erinnerungen an die Bibliothek in den Jahren 1989 bis 2002

Wenn ich als Bibliothekar die Bibliothek des Instituts in den Jahren von 1989 bis 2002 erinnere, erkenne ich, dass sie damals anders gearbeitet hat, anders benutzt und anders wahrgenommen wurde als heute.[1] Gegenwärtig scheint mir die allgemeine Vorstellung von ihr eher unbestimmt zu sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen die Bibliothek nicht als festumrissene Einheit. Das war in der Zeit von 1989 bis zum Umzug in den Neubau im September 1996 anders. Man betrat das alte Institutsgebäude durch eine kleine Vorhalle. Rechts führte eine Freitreppe in die Obergeschosse, in denen die Direktoren und Wissenschaftler saßen. Die verhaltene Eleganz ihres leicht geschwungenen Geländers vermittelte dem Aufsteigenden, dass er sich in einem Gebäude gehobener Bedeutung befand – dem Sitz eines Forschungsinstituts. Geradeaus betrat man die schmucklose Bibliothek. Sie erstreckte sich über das gesamte Erdgeschoß. Dieses Erdgeschoß des Institutsgebäudes war in der allgemeinen Vorstellung „die Bibliothek‟. Referenten und Gäste besuchten sie regelmäßig, weil sie sie besuchen mussten. Nur in ihrem Katalogsaal fanden sie die Zettelkataloge, die über den Bücherbestand informierten. Sie gingen dann vielleicht weiter in das anschließende Magazin, den sogenannten „Turm‟. Oder sie besuchten die Aufsatzkartei mit, im Jahre 1996, 402.000 Nachweisen oder die Kartei völkerrechtlicher Verträge mit, in demselben Jahr, 68.800 internationalen Verträgen, die damals von der Bibliothek geführt wurden. Dabei begegneten sie auch den Bibliotheksmitarbeitern, deren Hilfe sie ausdrücklich anerkannten. In einem veröffentlichten Band sind die Erwähnungen der Bibliothek in Vorworten wissenschaftlicher Arbeiten von 1978 bis 2002 reproduziert. Der Band enthält 377 Blatt mit nicht ganz so vielen Danksagungen.[2] Viele Autoren erinnerten auch an Bibliotheksangehörige, die nicht dem höheren Dienst angehörten. Sie nannten die Namen von 14 solcher Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die Hälfte davon mehrfach. So wird Petra Weiler, die Verwalterin der Dokumente der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen, in dreizehn Vorworten gelobt. Die Erwähnungen zeigen, wie gut sich Benutzer und Bibliothekare damals persönlich kannten und wie wohlwollend sie miteinander umgingen.

Petra Weiler 1985 in ihrem Büro[3]

Wenn die Referenten damals die Bibliothekare und deren Büros kannten, so gab es auch etwas, was ihnen nicht täglich vor Augen stand: Es war die gewachsene Büchersammlung. Das an das Institutsgebäude angebaute Büchermagazin fasste inzwischen nur den kleineren Teil der Bibliotheksbestände. Der größere Teil war in den zwei Untergeschossen des Max-Plank-Hauses in der Gerhart-Hauptmann-Straße und, in den Jahren vor 1996, außerdem in einem Industriegebäude in Oftersheim bei Schwetzingen untergebracht. Manche Referenten hielten den Buchbestand für kleiner als er war. Das führte auch zu Fehlurteilen bei Vorschlägen für Standorte des Neubaus. Es wurden Gelände empfohlen, die für das Bibliotheksmagazin zu klein waren.

Die Gebäude des Neubaus

Die Rotunde um 2010[4]

Die beiden folgenreichsten Ereignisse für die Bibliothek in den Jahren von 1989 bis 2002 waren der Bezug des Neubaus und die Ersetzung des Papiers durch Elektronik bei bibliothekarischen Arbeiten. Die äußere Gestalt des Neubaus macht die partikuläre Gliederung des Instituts in zwei Bereiche sichtbar, wie sie schon im Altbau aufgefasst war, in welchem man die Bibliothek im Erdgeschoß als eigenen, vom Rest unterschiedenen Bereich, empfunden hatte. Der eine Bauteil des Neubaus war für die Wissenschaftler und die Verwaltung bestimmt, der andere für die Bibliothek. Inzwischen wurde die damalige Gestalt verändert. Beide Bauteile waren und sind durch die Rotunde verbunden – oder eben auch getrennt. Die Grenze zwischen Wissenschaftsbereich und Bibliothek ist noch heute im Erdgeschoß auf dem Boden der Rotunde markiert. Der Wissenschaftsbereich ist mit schwachrosa Platten belegt, der Bibliotheksbereich mit braunem Parkett aus kleinen Holzstücken. Stellte man sich die beiden Untergeschosse der Bibliothek, die weit unter die Wiese vor dem Gebäude reichen, als zweigeschossigen Magazinhochbau über dem Erdboden vor und setzte die zwei Stockwerke des vorhandenen Bibliotheksbaus darauf, sähe man ein vierstöckiges Gebäude, das höher und umfangreicher wäre als der Bauteil auf der anderen Seite der Rotunde.

Die Bibliotheksräume im Neubau

Die Kartenkataloge, heute im Untergeschoss befindlich[5]

Die der Bibliothek im Neubau zugewiesenen Büros unterschieden sich sehr von der Unterbringung in der Berliner Straße 48. Im Neubau gab es keinen Katalogsaal. Es fehlte ein Ort, der dem größten Arbeitsraum der alten Bibliothek, abgesehen vom Lesesaal, entsprach, der auch der zweitgrößte Raum des alten Instituts gewesen war, die einstige Mitte der Bibliothek zwischen Magazin und Einzelbüros. Im Neubau standen die Kartenkataloge in neuen Holzkästen dekorativ in der Rundung der offenen, zum Durchschreiten geplanten Rotunde im ersten Obergeschoß, fern der Büros von Referenten und Bibliothekaren. In dem neuen Gebäude gab es die alte Bibliothek nicht mehr. Dass die Veränderung nicht laut beklagt, dass der Katalograum kaum vermisst wurde, lag allerdings nicht an der neuen Raumeinteilung. Der Umzug fiel in die Zeit, in der die Bibliothek die elektronische Datenverarbeitung einführte. Im Jahre 1996 arbeiteten viele Wissenschaftler bereits mit der EDV. Den Kartenkatalog konsultierten sie kaum noch. Sie recherchierten auf ihren Bildschirmen in ihren Büros. Die elektronische Datenverarbeitung hatte den Katalogsaal als Ort ihrer Literatursuche überflüssig gemacht.

Walter Höfer und Otto Steiner im Katalogsaal in der Berliner Straße 1972[6]

Die elektronische Datenverarbeitung das VRZS 19782000

Der elektronischen Datenverarbeitung fühlten sich die Bibliothekare des Instituts enger verbunden seitdem das „Verzeichnis rechtswissenschaftlicher Zeitschriften und Serien in Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland‟, abgekürzt VRZS, veröffentlicht wurde.[7] Es war mit Hilfe der EDV hergestellt und erschien in vier Ausgaben von 1972 bis 2000. Der Grund für unsere Zuneigung zum VRZS war ein Vermerk auf seinen Titelseiten. Er lautet: Das Verzeichnis „führt das Zeitschriftenverzeichnis der juristischen Max-Plank Institute– (ZVJM) fort.“ Ein Drittel der im VRZS genannten Zeitschriften war auch in unserer Bibliothek vorhanden. In der Ausgabe 1990 waren es 13.700 der 40.200 gemeldeten Titel.

Auswärtige Benutzer

Der Lesesaal um 2010[8]

Die Erwähnung der juristischen Max-Plank-Institute auf den Titelblättern des VRZS zeigt, dass Zeitschriften ihrer Bibliotheken von auswärtigen Lesern eingesehen werden durften. Das galt auch für Monographien. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft vermerkte regelmäßig und auch im Jahre 2001 bei der Nennung ihres überregionalen Sammelschwerpunkts „Rechtswissenschaft‟ in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz: „Für spezielle Literatur zum ausländischen und internationalen Recht stehen im Übrigen die Präsenzbibliotheken der juristischen Max-Plank-Institute nach Maßgabe ihrer Benutzungsbedingungen zur Verfügung.‟[9] Die DFG bestätigte hiermit, dass unsere Bibliothek spezielle Literatur zum ausländischen und internationalen Recht sammelte, die Interessenten von außerhalb des Instituts und der Max-Plank-Gesellschaft zugänglich war.

Informationsvermittlung vor 1989

Harald Müller 1985 in seinem Büro[10]

Otto Steiner, der Bibliotheksdirektor von 1960 bis 1980, verfolgte die Klassifikationen der Dokumente internationaler Organisationen wie der Vereinten Nationen oder der Europäischen Gemeinschaften. Im Jahr 1965 beschrieb er mit Alfred Maier das Repertorium völkerrechtlicher Verträge, das in der Bibliothek mit Hollerith-Karten, entsprechend dem damaligen Stand der Technik, geführt wurde.[11] Eine Informationsvermittlungsstelle der Bibliothek bot im Jahre 1985 über einen Personal Computer (Marke R C Partner) Anschluss an etwa 250 auswärtige Datenbanken von juristischem Interesse. Insgesamt waren etwa 700 Datenbanken über sie zugänglich. Dr. Harald Müller, stellvertretender Bibliotheksdirektor von 1981 bis 2002 und danach Bibliotheksdirektor bis 2014, wachte seit seinem Eintritt in die Bibliothek über die technischen Erfordernisse für die bibliothekarische Anwendung der EDV.

Die elektronische Katalogisierung und Retrokatalogisierung des Alphabetischen Katalogs

Bibliotheksmitarbeiterinnen 1972 am Katalog[12]

Seit dem 15. September 1988 setzte die Bibliothek die EDV regulär für die Erwerbung und Katalogisierung der Bücher ein. Das war jahrelang vorbereitet worden. Ein Antrag der Bibliothek auf Einführung der EDV im Geschäftsgang vom Februar 1986 wurde vom „Beratenden Ausschuss für EDV-Anlagen in der MPG‟, dem sogenannten BAR, in München behandelt. Nachdem sich ein eigens hierfür eingesetzter Unterausschuss mit dem Vorhaben befasst hatte, hieß der BAR den Antrag im Oktober gut und bewilligte einen Betrag von DM 95.000, zur Aufnahme eines Probebetriebs. Ein vom BAR geforderter EDV-Berater wurde Anfang 1987 eingestellt. Wir hatten uns für die Katalogisierung der Bücher dem Südwestverbund in Konstanz angeschlossen. Damit konnten wir EDV-Einrichtungen und Programme dieses gut ausgestatteten Verbundes der baden-württembergischen Universitätsbibliotheken benutzen. Wir nahmen vor allem an der Entwicklung der EDV-Welt teil. Noch heute katalogisieren wir in Konstanz und transferieren die Daten in unsere eigene Datenbank in Heidelberg. Wir hatten dabei die Katalogisierungsregeln der Konstanzer Zentrale anzuwenden. Das war für die ab dann laufend elektronisch zu katalogisierenden Neuerwerbungen kein Problem. Die vorhandenen Titelaufnahmen des alphabetischen Kartenkatalogs waren nach älteren Regeln hergestellt. Wir retrokatalogisierten sie nach den neuen Einheitsregeln elektronisch. Die große Unternehmung dauerte bis zum Jahre 2000. Die Arbeiten führten auch drei mit Sondermitteln bezahlte Diplombibliothekarinnen aus.

Der Beitritt zum Südwestverbund

Zur Illustration, dass Bibliothekare vor etwa 40 Jahren die elektronische Datenverarbeitung anders beurteilten als es heute üblich ist, möchte ich anfügen, dass unser Anschluss an den Südwestverbund keinesfalls einfach war. Der Verbund war 1986 gegründet worden. In ihm bestimmten im Wesentlichen die Direktoren der baden-württembergischen Universitätsbibliotheken. Diese sahen einen gemeinsamen Katalog sehr unter dem Gesichtspunkt der Vereinfachung der Ausleihe von Büchern zwischen ihren Bibliotheken. Der Leihverkehr erfolgte damals mit Hilfe der Versendung von Papierleihscheinen. Wir waren eine der ersten Nicht-Universitätsbibliotheken, die einen Antrag auf Teilnahme am Südwestverbund stellten und wurden als den Universitätsbibliotheken nicht gleichwertig angesehen. Außerdem liehen wir keine Bücher aus und wurden nicht vom Bundesland Baden-Württemberg finanziert, das den Südwestverbund unterhielt. Zu unserer Aufnahme hat die Fürsprache von Frau Dr. Mallmann-Biehler, der Leiterin des Südwestverbundes, beigetragen. Sie war bis 1987 Abteilungsleiterin an der Universitätsbibliothek Heidelberg gewesen und kannte unsere Bibliothek.

Nicht erreicht: Die Anpassung des Systematischen Katalogs an elektronische Benutzung

Elektronische OPAC-Recherchemöglichkeiten in der Rotunde um 2010[13]

Die elektronische Datenverarbeitung hatte nicht nur Arbeitsweise und Kataloge unserer Bibliothek verändert, sondern auch das Suchverhalten ihrer Benutzer. Wollte man diesen die Informationen unseres Systematischen Katalogs vermitteln, musste man die Beschreibungen der Systematik, nach deren Ordnung die Bücher in den Regalen stehen, ihrer Suchweise anpassen. Bisher war nur der Text der Systematiken, etwa für Völkerrecht, elektronisch abfragbar. Zusätzlich sollte man die systematischen Positionen derart mit Schlagworten verstehen, dass deren Anklicken zu einer Systemstelle mit Buchtiteln führte. Dann hätten sich die Referenten vielleicht nicht damit begnügt, in nicht systematisch geordneten Quellen, wie dem alphabetischen Katalog oder dem Internet, zu suchen.

Zum Abschluss: Vergleich der Bibliothek in den Jahren 2002 und 2023

Die Bibliothek ist seit 2002 schwächer geworden. Ein Beispiel kann es beweisen: Im Jahre 2002 verbrauchte die Bibliothek für Erwerbungen, Einband und Bibliotheks-EDV 893.000 Euro – im Jahre 2023 betrug ihr Sach-Etat 994.000 Euro. Ihre Erwerbungsmittel sind in 21 Jahren um 100.000 Euro, oder 1/9 oder 11%, gestiegen. Die Kaufkraft ihrer Finanzausstattung ist um mindestens 20% gesunken. Die Bibliothek hat in den Jahren von 1989 bis 2002 nicht nur andere, sondern auch bessere Zeiten gesehen, als sie heute erlebt.

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[1] Ausführliche Angaben in: Max-Plank-Institut für Ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht, Jahresberichte Bd. 1–25 (1984–2009).

[2] Joachim Schwietzke (Hrsg.), Die Bibliothek des Max-Plank-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Erwähnungen in Vorworten wissenschaftlicher Arbeiten von 1978 bis 2002, 2., um einen Nachtrag erweiterte Auflage, Heidelberg: J. Schwietzke c/o MPIL 2003.

[3] Foto: MPIL.

[4] Foto: MPIL.

[5] Foto: MPIL.

[6] Foto: MPIL.

[7] Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz (Hrsg.), Verzeichnis rechtswissenschaftlicher Zeitschriften und Serien in Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, Bd. I–IV, München, Saur 1972–2000, Engl. Ausg. u.d.T.: Union list of legal serials in selected libraries of the Federal Republic of Germany.

[8] Foto: MPIL.

[9] Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (Hrsg), Jahrbuch der deutschen Bibliotheken, Bd. 59 (2001/2002), Wiesbaden, Harrassowitz 2001, 373–374.

[10] Foto: MPIL.

[11] Otto Steiner/Alfred Maier (Hrsg.), Allgemeines Repertorium völkerrechtlicher Verträge. Beschreibung, Gebrauchsanweisung, Schlüsselisten, Bd. 2, Heidelberg, Max Plank Institut für Ausländisches und Öffentliches Recht und Völkerrecht 1965, Engl. Ausg. u.d.T.: General repertory of international treaties; Otto Steiner, Dokumente und Publikationen der Vereinten Nationen und der Sonderorganisationen. Einführung für Juristen und Politologen, Bd. V, Tübingen, Arbeitsgemeinschaft für Jurist. Bibliotheks- u. Dokumentationswesen 1978.

[12] Foto: MPIL.

[13] Foto: MPIL.

Bibliothekar der ersten Stunde: Curt Blass

Die Institutsbibliothek im Berliner Schloss 1931 (Bild: Ullstein Foto)

Es ist recht außergewöhnlich, dass das Andenken eines Mannes, der im Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht während fast zwei Jahrzehnten als Bibliothekar, als Leiter der inneren Verwaltung und als langfristiger Vertreter des Institutsdirektors tätig war und der erst vor rund 50 Jahren gestorben ist, sich im heutigen Max‑Planck‑Institut (MPIL) derart verdunkelt hat, dass ihn nur wenige Personen kennen und Berichte über ihn nur schwer zu finden sind.

Herkunft und Ausbildung

Curt Blass (undatiert)[1]

Robert Curt Blass (1881‑1972) wurde in Leipzig als Sohn des späteren Geheimen Sanitätsrats Wilhelm Conrad Blass geboren. Da Wilhelm Conrad Blass Sohn eines gebürtigen Schweizers war, verfügte Curt Blass neben der deutschen auch über die Schweizer Staatsbürgerschaft. In Leipzig besuchte er die Bürgerschule und die Thomasschule. Nach dem Abitur diente er sein Militärjahr 1902/1903 in Dresden ab und wurde nach den erforderlichen Übungen zum Leutnant der Reserve befördert. Danach studierte er Rechtswissenschaft, zunächst ein Semester in Genf, anschließend in München und Leipzig. Im Jahre 1906 legte er das Referendarexamen ab und ein Jahr später erlangte er die Doktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Leipzig mit einer Dissertation über ,,Die Begründung des Verlagsrechts“. Von 1906 bis zum Sommer 1909 folgte die Referendarzeit im juristischen Vorbereitungsdienst. Die bibliothekarische Bahn betrat Curt Blass Ende des Jahres 1912 als Volontär bei der Universitätsbibliothek Leipzig. Am 1. Mai 1914 übernahm er eine neu eingerichtete Bibliothekarsstelle an der Ratsbibliothek in Dresden. Der Weltkrieg unterbrach seinen bürgerlichen Berufsweg. Im August 1914 rückte er als Leutnant eines Zuges aus – nach dem Waffenstillstand führte er, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse und anderen militärischen Orden, als Kommandeur ein Regiment von der Westfront zurück. Bereits im September 1917 für das Ende seiner Soldatenzeit als Hilfsbeamter in der Bibliothek des Reichsgerichts bestimmt, konnte er die Stelle im Dezember 1918 in Leipzig antreten. Als zuletzt Eingetretenen entließ man ihn dort im Jahre 1926 wegen Sparmaßnahmen. Den Wechsel auf eine Stelle beim Reichspatentamt lehnte er ab. Stattdessen nahm er die Einladung seines Studienfreundes Viktor Bruns an, die Bibliothek des von Bruns geführten, kürzlich gegründeten Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht aufzubauen und zu leiten. Blass und Bruns hatten sich wohl 1906 kennen gelernt, als Bruns zwei Semester in Leipzig studierte. Am 1. Oktober 1926 begann Blass seine Arbeit im Berliner Schloss.

Mit Hilfe seines Schwiegervaters, des wohlhabenden Schweizer Papierfabrikanten Oscar Miller (1862-1934), kaufte Blass ein Anwesen in schönster Lage in Berlin‑Schlachtensee, Am Schlachtensee 136, wo er bis 1945 wohnte. Das Haus von Viktor Bruns in Berlin‑Zehlendorf‑West, Sven‑Hedin‑Straße 19, lag eine S‑Bahn‑Station und zwei lange Fußwege entfernt. Am 10. April 1945 verließ Curt Blass Berlin und zog in die Schweiz, wo auch seine Frau familiäre Wurzeln hatte. In Zürich‑Witikon, Lehfrauenweg 1, gründete er einen bescheidenen neuen Hausstand und fand anfangs noch kurze bibliothekarische Beschäftigungen. Er starb im Jahre 1972 im Alter von 90 Jahren.

Künstlerische Neigungen. Blass als Schriftsteller und Kunstliebhaber

Der erste Präsident der Kaiser‑Wilhelm‑Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Adolf von Harnack, hob im Jahre 1928, damals noch im Amt, den Begriff der ,,Wissenschaft“ hervor, dem die Gesellschaft zu seiner Zeit folgte. Er lautet ,,scientia pura cum arte vitaque conjugenda“ – reine Wissenschaft sei mit Kunst und Leben zu verbinden. Diesem Anspruch genügte Curt Blass bei seinem Eintritt in das Völkerrechtsinstitut in beispielhafter Weise. Wenn die ,,Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“ durch die Aufnahme juristischer Institute die iurisprudentia als ,,scientia pura“ einordnete, verband er Wissenschaft eng mit der Kunst und seinem Leben. Das erste Studiensemester in Genf hatte dem jungen Mann aus Sachsen die Beziehungen zu den Verwandten in der Schweiz erneuert und ihm die Freundschaft mit dem Maler Cuno Amiet (1868‑1961)  gebracht, die für seine Entwicklung bedeutsam war und noch im Jahre 1955 bestand, als Curt Blass seine Autobiographie niederschrieb. Der Schweizer Amiet hatte im Jahre 1905 in der Galerie Richter in Dresden ausgestellt und war 1906 der Dresdner expressionistischen Künstlergruppe ,,Die Brücke“ beigetreten. Curt Blass war, ebenso wie sein Schwiegervater Oscar Miller, unter den ersten Passivmitgliedern der Gruppe. Die Mitgliedskarte von Curt Blass, eine kleine Radierung von Ernst Ludwig Kirchner aus dem Jahr 1908, ist veröffentlicht.[2] Amiet hat Blass auch porträtiert.[3] Die ,,Oschwander Erinnerungen“ von Curt Blass, mit denen er Amiet im Jahre 1928 aus Berlin zu dessen 60. Geburtstag gratulierte, beginnen unter der Überschrift ,,Erste Begegnung“ mit der Schilderung wie ,,an einem heißen Septembertag des Jahres 1903“ ein junger Mann (d.i. Curt Blass) mit dem Fahrrad von Zürich her nach Oschwang, dem Wohnort Amiets, fuhr.

Cuno Amiet, Curt Blass (1905), Holzschnitt[4]

Curt Blass war besonders der Dichtkunst zugetan. Nach der Referendarzeit nahm er im Sommer 1909 Urlaub von Gerichtsdienst, um sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Seine erste Reise führte ihn für den Winter nach Rom. In dieser Zeit entstanden, wie er berichtet, eine Reihe von Novellen und Gedichten, von denen einzelne in Zeitschriften und bibliophilen Drucken erschienen. Er beendete seine literarische Erprobung am Ende des Jahres 1912 mit dem Eintritt in die Universitätsbibliothek Leipzig. Nach 1924 begann er erneut literarisch zu schreiben. Der umfangreiche Roman ,,Die Schwestern“ blieb unveröffentlicht, ebenso spätere Erzählungen und Gedichte. Im Jahre 1944 gab seine Frau in Zürich eine kleine Auswahl seiner Gedichte heraus.[5]

Vom Reichsgericht ans KWI. Blass als Bibliothekar

Von Ende 1918 bis September 1926 arbeitete Curt Blass in der Bibliothek des Reichsgerichts in Leipzig. Sie war damals die größte und beste eigenständige juristische Bibliothek Deutschlands. Der wissenschaftliche Bibliothekar Karl Schulz (1844‑1929) hatte ihren Katalog in den Jahren 1882 und 1890 drucken lassen, nachdem er die Bibliothekssystematik erneuert hatte. Den Gruppen zum römischen und deutschen Recht ließ er eine Gruppe „M.“ zum Völkerrecht und die Gruppen „N.“ bis „Ü.“ zu dem Recht eines Staates oder den Rechten mehrerer Staaten folgen. Den zweiten Teil der Systematik begann er mit der Gruppe zu Staatswissenschaften. In der heutigen Systematik der Bibliothek des MPIL kann man eine, vielleicht durch Curt Blass vermittelte, Ähnlichkeit mit der Gliederung der Reichsgerichtsbibliothek erkennen.

Dem Bibliothekar Blass mag der hohe Anspruch der Bibliothek des Reichsgerichts, welche für qualifizierte Leser arbeitete, ihre praxisorientierte Anwendung bibliothekarischer Regeln und die wissenschaftliche Weite ihrer Erwerbungen aus- und inländischer Literatur bei seiner späteren Tätigkeit im Institut für Völkerrecht ein Maßstab, die Souveränität ihrer Bibliothekare ein Vorbild gewesen sein.

Zum 1. Oktober 1926 berief Viktor Bruns den drei Jahre älteren Curt Blass als Leiter der Bibliothek des Instituts für Völkerrecht. Wenige Wochen später übertrug er ihm auch die innere Verwaltung des Instituts, das zeitweilig mehr als 50 Mitarbeiter zählte. Bruns zeigte durch die Schaffung der Position eines Bibliotheksdirektors und ihre Besetzung mit einem berufserfahrenen Juristen und Bibliothekar, welch große Bedeutung er der Institutsbibliothek für seine wissenschaftliche Tätigkeit beimaß. Er unterschied sich hierin von Ernst Rabel, dem Leiter des fast gleichzeitig gegründeten Bruderinstituts für Privatrecht, das ebenfalls im Berliner Stadtschloss – in dem Völkerrechtsinstitut nahen Räumen – untergebracht war. Rabel hielt eine nur nebenamtliche Verwaltung seiner Bibliothek durch einen wissenschaftlichen Referenten für ausreichend und begnügte sich mit halb so vielen Bänden wie in der Bibliothek zum öffentlichen Recht standen.

Die Bibliothek des KWI als Herz des Instituts

Die Buchbinder Triemer und Nischwitz, Aufnahme um 1935[6]

Entsprechend der Konzeption von Viktor Bruns, aufgrund amtlicher Quellen die Staatenpraxis im völkerrechtlichen Bereich zu beobachten, musste es das erste Ziel des Instituts sein, das weitschichtige gedruckte Material zu sammeln und zu ordnen, das in den „zivilisierten“ Ländern in Gesetzen, Parlamentspapieren, Gerichtsentscheidungen und anderen offiziellen Publikationen, ferner in Lehrbüchern, Monographien und Zeitschriften die Summe der neuzeitlichen Entwicklung ihres nationalen öffentlichen Rechts enthält. Und ebenso musste es unternommen werden, die Quellen und Bearbeitungen des Völkerrechts möglichst umfassend bereitzustellen. Die 1920 gegründete ,,Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ hielt die Institutsbibliothek für förderungswürdig und ließ ihr kräftige Hilfe zuteilwerden, vor allem durch Belieferung mit der sonst schwer zugänglichen ausländischen Literatur.

Dokumente aus der Bibliothek waren eine Voraussetzung für die Veröffentlichung der laufenden dokumentarischen Reihen des Instituts. Der jährlich von Heinrich Triepel herausgegebene ,,Nouveau Recueil des Traités“ erschien seit 1925 als ,,Publication de l‘Institut de Droit Public Comparé et de Droit des Gens“. Im ersten Band der ,,Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht“ (1929) übertrifft Teil 2 mit Urkunden den Umfang des Teiles 1 mit Abhandlungen. Das ,,Handbuch der diplomatischen Korrespondenz der europäischen Staaten“ das als zweite Serie der ,,Fontes Juris Gentium“ des Instituts erschien, füllt im ersten Band (1932) 24 Seiten mit den Titeln der berücksichtigten Quellen. Seit 1936 erschienen ,,Politische Verträge“ der Nachkriegszeit, bearbeitet von Georg von Gretschaninow.

Wenn das Forschungsgebiet des Instituts die Systematik der Bibliothek bestimmt hatte, so hat umgekehrt die den Wissenschaftlern zugängliche Präsenzbibliothek die dokumentarischen Veröffentlichungen des Instituts ermöglicht, die Eigenart seiner Forschungen mitbestimmt und wohl die juristische Denkweise manches Mitarbeiters geformt. Der Leiter der Bibliothek war Curt Blass. Ebenso wie in den dreißiger Jahren keine der Institutsbibliothek in Ziel und Größe vergleichbare selbständige Bibliothek existierte, gab es auch keinen Bibliotheksleiter, dem Aufgaben mit gleicher Reichweite gestellt waren und der sie so wirksam erfüllte wie Blass. Als Blass sich 1931 auf die Stelle des Direktors der Zentralbibliothek in Zürich bewarb, rief Bruns seinen Freund und Mitarbeiter eigens zu sich nach Den Haag, wo er sich als internationaler Richter aufhielt, um ihn persönlich darum zu bitten, seine Bewerbung zurückzuziehen, da das KWI ohne Blass nicht auskäme. Blass blieb am KWI.

Im Jahre 1936 besaß die Bibliothek mehr als 90.000 Bände, ganz überwiegend ausländischer Literatur, womit wohl nur die Monographien, nicht die Zeitschriftenbände gezählt wurden. Blass selbst vermutete rückblickend, dass er einen Bücherbestand aufbauen konnte, der bald eine Viertelmillion Bände umfasste. Als Angestellte in der Bibliothek sind außer dem Leiter in den Jahren 1928 und 1936 drei Bibliothekssekretärinnen und ein Leiter der Buchbinderei genannt, im Jahre 1936 zusätzlich Cornelia Bruns als Bibliothekarin.

Bibliotheksmitarbeiterin Gertrud Heldendrung am Zettelkasten (um 1935)[7]

Der Wille von Viktor Bruns und Curt Blass zu umfassender Dokumentation des Inhalts völkerrechtlicher Veröffentlichungen aus der möglichst vollständigen Bibliothek zeigt sich auch in der Führung einer Aufsatzkartei, in welcher Aufsätze aus den von der Institutsbibliothek abonnierten Zeitschriften unter Schlagworten verzeichnet wurden, und einer Vertragskartei, die Fundstellen, Vorbehalte, Ratifikationen, Beitritte und Kündigungen von Verträgen aller Staaten aus Materialien der Bibliothek nachwies. Außerdem erleichterte ein systematisch geordnetes Zeitungsarchiv mit Ausschnitten aus Tageszeitungen den Überblick der Bibliotheksbenutzer über diplomatische Ereignisse und Behandlungen völkerrechtlicher Themen in der Öffentlichkeit.

Kriegswirren. Curt Blass als Vertreter des Institutsdirektors

Gegen Ende des Krieges fiel Curt Blass die längerfristige Vertretung des Institutsdirektors zu. Der stellvertretende Institutsdirektor Ernst Schmitz war am 25. Januar 1943, der Institutsdirektor Bruns am 18. September 1943 gestorben. Für den herzkranken Direktor hatte Blass schon zu dessen Lebzeiten zeitweise die Institutsgeschäfte geführt. Blass sprach bei der Trauerfeier für Bruns die Abschiedsworte für die Mitarbeiter des Instituts sowie für die Kaiser‑Wilhelm‑Gesellschaft und staatliche Stellen. Der neue Institutsdirektor Carl Bilfinger (1879‑1958) trat sein Amt am 1. November 1943 an. Er wohnte in Heidelberg und war nur gelegentlich in Berlin anwesend. Bilfinger hat 1946 berichtet, dass er sich zwischen April und Ende Juli 1944 in Berlin aufgehalten habe. ,,Nach den Sommerferien“ sei er wegen der anhaltenden Luftangriffe sowie seiner gesundheitlichen Verfassung dazu übergangen von Heidelberg aus zu arbeiten. Von dort hielt er die Verbindung zu Blass auch über den schon 1942 kriegsversehrten Referendar Heinz Rowedder (1919‑2006) – später Rechtsanwalt in Mannheim – aufrecht, der als Bote zwischen Neckar und Spree verkehrte. In Berlin blieb Blass der Vertreter auch des Institutsdirektors Bilfinger. Als solcher führte er mühevolle Verhandlungen, um die Bücher und einzelne Abteilungen des Instituts aus Berlin zu verlagern. Im Januar 1944 wurden die Bände der Bibliothek nach Kleisthöhe bei Strasburg, Züsedom, Schlepkow und Neuensund in der Uckermark sowie in das Schloß Blücherhof bei Waren in Mecklenburg gebracht. Den Wert der Bücher in Kleisthöhe bezifferte Blass mit 445.000 RM, in Züsedom mit 220.000 RM.

Diese Sicherheitsmaßnahme erfüllte ihren Zweck. Bei einem Bombenangriff am 4. Februar 1945 wurden der teilweise schon zerstörte Institutsbereich in den oberen Räumen des nach der Stechbahn und dem damaligen Schlossplatz hin liegenden Schlossflügels sowie die benachbarten Bibliotheksräume vernichtet. Eine Bombe traf das Zimmer von Curt Blass. Die meisten der rechtzeitig in die Provinz geretteten Bände sind bis heute erhalten geblieben. Blass verlegte die Reste des Instituts in das leerstehende Haus von Bruns, das er vorsorglich sichergestellt hatte.

Am 10. April 1945 schloss sich Curt Blass dem letzten der von der schweizerischen Botschaft organisierten Transporte an und verließ Berlin mit der Eisenbahn. Damit beendete er seine Zugehörigkeit zum Kaiser‑Wilhelm‑Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, dessen Bibliothek er über 18 Jahre geleitet und dessen Tätigkeit er mitgelenkt hatte.

Als Rentner in Zürich

Blass war im Alter von 63 Jahren aus Berlin nach Zürich gekommen. In den ersten Jahren nach seiner Ankunft erleichterten ihm kleine bibliothekarische Arbeiten dort und in Bern das Auskommen. So ordnete er in dieser Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Zentralbibliothek Zürich die von Staatsrat Paulus Usteri (1768‑1831) gesammelten Druckschriften aus der Zeit der Französischen Revolution neu. Mit den Bibliotheks- und Institutsangehörigen in Berlin und später in Heidelberg war Blass nach Kriegsende wohl wenig in Verbindung. Hauptsächlich ist ein höflicher Briefwechsel mit dem Institutsdirektor Bilfinger und anderen Institutsmitarbeitern zwischen Ende 1949 und 1951 bekannt, der im Wesentlichen die Pensionierung von Blass betrifft. In diese Zeit fällt auch eine Buchbesprechung von Blass in der Institutszeitschrift. Der im Archiv des MPIL erhaltene maschinenschriftliche Glückwunsch des Institutsdirektors Mosler zum 75. Geburtstag von Curt Blass im Jahre 1956, vielleicht der Entwurf eines Telegrammes, bleibt förmlich und beschränkt sich auf zweieinhalb Zeilen. Auf ihm ist handschriftlich und fälschlich der 70. Geburtstag als Grund der Gratulation genannt.

[1] VI. Abt., Rep. 1, Nr. KWIauslöffRechtuVölkerrecht III/43.

[2] Eberhard W. Kornfeld, Ernst Ludwig Kirchner: Nachzeichnung seines Lebens; Katalog der Sammlung von Werken von Ernst Ludwig Kirchner im Kirchner-Haus Davos; erschienen anlässlich der Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner im Kunstmuseum von Basel vom 18. November 1979 bis 27. Januar, 1980, Bern: Kornfeld, 1979, 385 (Katalognummer 232); 22 (Abbildung der Mitgliedskarte für Passivmitglieder der ,,KG Brücke´´ für 1908, Radierung von Ernst Ludwig Kirchner 1908. Mit handschriftlichem Eintrag: C. Blass).

[3] Cuno Amiet, Dr. Curt Blass, lesend, 1905, Holzschnitt, Werkverzeichnis von Mandach 20, Probedruck in Schwarz. Provenienz Sammlung Dr. Curt Blass; Zürich; durch Erbschaft an Privatsammlung Schweiz, Ausstellung, Bern 1968, Kunstmuseum, Jubiläumsausstellung, Cuno Amiet 1868-1961, Giovanni Giacometti 1968-1933, Werke bis 1920, Kat. Nr. 129; Cuno Amiet, Kopf  Dr. Curt Blass, 1908 Farbiger Holzschnitt, 24,7×14 cm, Druckstock; 26,6×16,8 cm, Blattgröße. Werkverzeichnis von Mandach 23.

[4] National Gallery of Art, Washington.

[5] Einige literarische Veröffentlichungen von Curt Blass: Curt Blass, Gedichte, Leipzig: Privatdruck 1907; Curt Blass, Das Märchen von Käthen im Winde, Die Rheinlande 18 (1909), 414-420; Curt Blass, Kriegslese aus den Gedichten der Jahre 1914-1919, Leipzig: Selbstverlag 1919-1920; Curt Blass, Der Grund: eine Novelle, Leipzig: H. Haessel 1924; Curt Blass, Schatten hoher Wolken: Gedichte, Leipzig: Privatdruck 1925; Curt Blass, Bianca: zur Jubelfeier des Leipziger Bibliophilen-Abends am 3. Mai 1929 gestiftet, Leipzig: Poeschel und Trepte 1929; Curt Blass, Innere Melodie: Gedichte, Zürich: Schulthess 1944.

[6] VI. Abt., Rep. 1, Nr. KWIauslöffRechtuVölkerrecht III/36.

[7] VI. Abt., Rep. 1, Nr. KWIauslöffRechtuVölkerrecht III/28.

Suggested Citation:

Joachim Schwietzke, Bibliothekar der ersten Stunde. Curt Blass, MPIL100.de, DOI: 10.17176/20240305-123334-0

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